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Leinöl ist aus den Reitsportfachgeschäften und Onlineshops nicht mehr weg zu denken. Oft angepriesen als der ultimative Entzündungshemmer und Energielieferant.

Aber was ist drin im Leinöl und was gibt es zu beachten?

Leinöl wird aus Leinsamen (bis zu 40% Ölgehalt) gewonnen und gilt als besonders wertvoll in der Pferdefütterung. Das Leinöl zeichnet sich durch einen besonders hohen Gehalt mehrfach ungesättigter Fettsäuren aus, vor allem die Alpha-Linolensäure wird, aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften, besonders geschätzt. Weiterhin enthält Leinöl/Leinsamen viele Schleimstoffe, die die Verdauung regulieren und Mikronährstoffe, vor allem das Selen.

Da Leinöl über, im Verhältnis zu anderen Ölen, wenig Vitamin E verfügt, welches als Antioxidanz der ungesättigten Fettsäuren fungiert, wird Leinöl schnell ranzig. "Ranzig werden" bedeutet, dass die ungesättigten Fettsäuren mit Sauerstoff reagieren (oxidieren) und sich zu Peroxid umwandeln. Peroxid ist an der Entstehung von Krebs und anderen Erkrankungen beteiligt und kann diese fördern. Somit ist der positive entzündungshemmende Effekt dahin. Je nach Sorte und dem Vitamin E-Gehalt dauert dieser Prozess nur 2-4 Wochen. (Nicht zuletzt deshalb, sollten Futtermittel wie Müslis, die Leinöl enthalten äußerst kritisch betrachtet werden!)

Wenn man nur geringe Mengen Leinöl füttert, ist es häufig schwierig die Flasche leer zu bekommen, bevor es ranzig wird. Man kann Leinöl zum Beispiel portioniert einfrieren und den Oxidationsprozess verlangsamen und damit die Haltbarkeit um etwa 6 Monate verlängern.

Beim Kauf von Leinöl sollte man darauf achten, dass es kaltgepresstes Öl ist und ungefiltert. Ob das Öl gefiltert ist oder nicht, erkennt man an der Trübung. Gefiltertes Öl, so wie wir es im Lebensmittelgeschäft zu kaufen bekommen, ist klar. Beim Filtern werden sämtliche Schweb- und Schleimstoffe herausgefiltert und das Öl verliert einen großen Teil des positiven Effektes auf die Verdauung.

Mögliche Einsatzgebiete von Leinöls :

  • Mikronährstofflieferant
  • Verbesserung der Verwertbarkeit fettlöslicher Vitamine
  • Energielieferant / Getreideersatz
  • Natürlicher Entzündungshemmer z.B. bei Sommerekzem
  • Fördert und reguliert die Verdauung
  • Unterstützung im Fellwechsel

Wenn es um die zu fütternde Menge geht, scheiden sich die Geister.

Pferde besitzen keine Gallenblase haben aber trotzdem eine recht gute Fettverdauung, da die Leber ständig kleine Mengen Gallenflüssigkeit abgibt. (Man bedenke, dass alle Pflanzen einen gewissen Ölanteil besitzen.)

Je nach Leistung, Haltung und Rasse halte ich Mengen bis maximal 100ml für empfehlenswert und unbedenklich. Alles, was darüber hinaus geht, sollte genau betrachtet und individuell entschieden werden, da eine zu hohe Dosis zu Organschäden führen kann.

- Vielen Dank an Katrin Skaletz von Natürlich Pferd, Österreich -

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