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Ist es möglich, dass das Sommerekzem durch mangelhafte Ernährung beeinflusst wird?

Das Sommerekzemen ist eine Allergie, es handelt sich also um eine Immundysfunktion. Um zu prüfen, wie, warum und welche Teile des Immunsystems durch die Ernährung beeinflusst werden, schauen wir, wie eine Immunantwort durch Nährstoffe direkt beeinflusst werden kann.

Zwischen dem Nährstoffmetabolismus und dem Immunsystem gibt es viele direkte Verbindungen- über mehrere Signalwege an das Immunsystem kommuniziert das endokrine System mit Verbindungen zu Nährstoffen, darunter Adiponektin, Leptin und GLP-1.

Bei den etwas beleibteren Pferden ist das Niveau an Leptin hoch. Leptin reguliert den Appetit und kann viele andere Funktionen (einschließlich dem Immunnsystem) beeinflussen, es ist ein pleiotropes Cytokin. Ein niedriges Niveau an Leptin, verursacht durch schlechte oder Unterernährung (einschließlich Hunger),
reduziert die T-Helferzellen, eine der wichtigsten Immunreaktionen des adaptiven Immunsystems. Während hohes Leptin, in den beleibteren Pferden, eine Überantwort vom immunen System verursacht, das einen Pro-entzündlichen Zustand verursacht. ist Ein Gleichgewicht ist eindeutig notwendig!

Unterernährung verändert die Darmpopulation.

Es ist bekannt, dass ein Leptin-Rezeptor-Mangel (low leptin) im Darm die Proliferation von mindestens zwei pathogenen Bakterien, Giardia intestinalis und Entamoeba histolytica, verursacht. Hier zeigt sich eine klare Schnittstelle zwischen den Darmbakterien, dem Immunsystem und einer Krankheit. Die Hauptsymptome der Giardiasis sind Kolitis, Durchfall, Gewichtsverlust und Lethargie. Wiederkehrende Dermatitis, oder Sommerekzem ist ein weiteres Symptom.

Könnte das Sommerekzem also durch eine falsche Immunantwort aufgrund von niedrigem Leptin verursacht werden? Oder könnte bei Pferden mit normalem Leptin, ein Mangel an wichtigen Nährstoffen der entscheidende oder zugrundeliegende Faktor sein, ob ein Pferd sich mit dem Sommerekzem infiziert oder nicht?

Der nächste Vorgang im Körper ist, dass das Immunsystem alle verfügbaren Aminosäuren einschließlich Tryptophan, Arginin, Glutamin und Cystein verwendet oder rekrutiert.

Interessanterweise verursacht das häufig verwendete Pferdefutter, die sogenannte „Super fibre“ alias verarbeitete Sojaschalen, einen erheblichen Eiweißverlust durch die schnelle Verdauung im hinterem Darmbereich. Der Dickdarm des Pferdes hat sich über Hunderte von Jahren dazu entwickelt, Lebensmittel langsam zu fermentieren.
Wenn von langsam zu schnell gewechselt wird, ist das Ergebnis ein Verlust an Synergie und eine Veränderung der Verfügbarkeit von Nährstoffen.

Eine Studie, in der die Vorteile von super-schnellen Fasern (Sojaschalen) gegenüber Heu für Pferde beschrieben werden, wird gesagt, dass Sojaschalen verdaulicher und energiedichter sind. Dieselbe Studie berichtet ebenfalls über den signifikanten Verlust von Proteinen (Aminosäuren einschließlich der hier erwähnten), ohne dabei anzuerkennen, dass ein Pferd möglicherweise nicht wirklich mehr Energie benötigt, ein besser funktionierendes Immunsystem aber schon?

Heu und Weiden aus Monokulturen verändern die Proteinsynthese im Dickdarm ebenfalls.

Übrigens ist L-Glutamin in Großbritannien nicht legal zu verkaufen, obwohl die moderne Pferdefutterproduktion ein Defizit an dieser wichtigen und essentiellen Aminosäure verursacht.
L-Glutamin kann in freier Natur durch Acker-Senf, auch wilder Senf genannt (Sinapis arvensis), Weißen Gänsefuß (Chenopodium) oder andere Pflanzen aus der Familie der Brassica gewonnen werden. Chenopodium eignet sich ebenfalls sehr gut um den Stoffwechsel zu steigern und ist Bestandteil von Phytolean und Phytolean Plus. Wählen Sie immer Pflanzen, die aus einer gemischten Pflanzengemeinschaft stammen, da beide Pflanzen einen hohen Nitratgehalt aufweisen können. Es werden nur sehr kleine Mengen benötigt, die Samen sind besonders reich an L-Glutamin.

- Mit herzlichem Dank an Dr. Carol Hughes, Leiterin Phytorigins. PhD, Equine Natural Nutritionist, Wales -

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