Mykotoxine, Identifizierung und Vorsichtsmaßnahmen

2021-06-08 23:58:00 / Journal
Mykotoxine, Identifizierung und Vorsichtsmaßnahmen -

Mykotoxine können einen bedeutsamen Einfluss auf die Pferdeesundheit haben.

Mykotoxine: Definition
Mykotoxine sind Toxine (Gifte), die von bestimmten Schimmelpilzen (Pilzen) produziert werden. Sie sind von Natur aus in Gras, Weiden, Feldfrüchten und Getreide vorhanden, und je nach Art der Bodenbewirtschaftung, der Ernte, der klimatischen Bedingungen und der Lagerungsmethode entwickeln sie sich mehr oder weniger stark und sind mehr oder weniger schädlich. Man unterscheidet daher zwischen Feldmykotoxinen und Lagermykotoxinen, die sich in verschiedenen Stadien der Herstellung und/oder Lagerung von Lebensmitteln (Futtermittel und Kraftfutter) entwickeln, beide können sich anreichern.

Unter welchen Bedingungen sind die Risiken erhöht?

Da Mykotoxine von Schimmelpilzen produziert werden, ist Feuchtigkeit der Hauptrisikofaktor. Dies gilt für sowohl für die Ernte als auch für die Lagerung von Heu, Stroh und Getreide.
Schlechte Belüftung des Futters, frühe Pressung, Transport im Regen, anhaltende Feuchtigkeit in den Lagerräumen sind nur einige der Bedingungen, durch die die Entstehung von Mykotoxinen begünstigt werden. Es wird geschätzt, dass 75% der Getreidepflanzen mit mindestens einer Art von Mykotoxin kontaminiert sind.
Bodenqualität, die Art der Ernte, die klimatischen Bedingungen und die Lagerungsmethoden sind entscheidende Faktoren für die Entwicklung von Mykotoxinen.

Welche Auswirkungen hat dies auf die Gesundheit der Pferde?

Je nach Art(en) der vorhandenen Mykotoxine können die Symptome sehr unterschiedlich, akut oder chronisch sein:

  • Allergien, Infektionen, Entzündungen der Atemwege
  • Appetitlosigkeit, Gewichtverlust, Muskelzustand
  • Immunodepression
  • Verhaltensänderung, Depression
  • Veränderung des Aussehens von Urin
  • Koliken
  • Unlust
  • Fruchtbarkeitsprobleme
  • Leber- und/oder Nierenversagen
  • Durchfall, Kotwasser

Wenn ein oder mehrere Pferde in der Herde oder im Stall verschiedene Symptome von unterschiedlichem Schweregrad aufweisen, ist es angebracht, Mykotoxine als potenzielle Risikofaktoren in Betracht zu ziehen.

Wie kann das Vorhandensein von Mykotoxinen in Futtermitteln/Getreide nachgewiesen werden?

Obwohl das Vorhandensein von Schimmelpilzen in Heu, Stroh und Getreide oft mit dem bloßen Auge (Verfärbungen, Verklumpungen, Schädlingsinsekten...) oder am auch leicht am Geruch zu erkennen ist, kann man leider nicht davon ausgehen, dass Futtermittel, die gut aussehen und riechen ganz sicher nicht befallen sind. Die Wenigsten können den Befall auf diese natürliche Weise klassifizieren. Im Zweifelsfall ist es möglich, Futtermittel im Labor für eine quantitative und qualitative Untersuchung auf das Vorhandensein von Mykotoxinen analysieren zu lassen und so die notwendigen Massnahmen zu ergreifen.

Wie können die Risiken begrenzt werden?

Wählen Sie Qualitätsprodukte und lagern Sie diese unter den bestmöglichen Bedingungen an sauberen, trockenen, gut belüfteten Orten. Versuchen Sie Temperaturschwankungen so weit wie möglich zu begrenzen.
Vermeiden Sie, zu große Mengen zu lagern, wenn die Lagerbedingungen nicht ideal sind.
Getreideflocken, geröstete Sojabohnen, Erhitzungsprozesse vor der Lagerung begrenzen die Risiken drastisch (natürlich unter der Voraussetzung einer guten Lagerung danach).
Schützen Sie das von Rundballern verteilte Heu vor schlechtem Wetter, wenn es mehrere Tage auf der Wiese verfügbar bleibt.
Ein gesundes Pferd, mit einem effizienten Stoffwechsel und einer effizienten Darmflora, reagiert natürlich weniger empfindlich auf das Vorkommen von Mykotoxinen. Die Pflege der Darmflora des Pferdes ist daher von wesentlicher Bedeutung. Eine ausreichende Versorgung mit Zink und Omega 3, die für das einwandfreie Funktionieren des Immunsystems unerlässlich sind, sollte stets gegeben sein.
Schließlich gibt es die Möglichkeit Hefen zuzufüttern, die es ermöglichen, diese Mykotoxine zu binden, bevor sie in den Verdauungstrakt des Pferdes gelangen und über die Darmschleimhaut in die Blutbahn und so die Auswirkungen und Risiken der Mycotoxine zu begrenzen.

Unsere Lösungsvorschläge

  • Im Zweifelsfall können wir Ihr Futter/Futtermittel an ein Labor senden und auf Mykotoxine analysieren lassen
  • In unserem Mineralfutter Harmonie Senior befindet sich das ganze Jahr über ein Mykotoxin-Absorber, da ältere Pferde besonders empfindlich sind
  • Für die Winter, bzw. Heusaison bieten wir ein Mineralfutter von Harmonie Nutrition Équine mit einem zusätzlichen Inhaltsstoff an, der Mykotoxine bindet Harmonie Vital Mycotoxines+

UNTER KEINEN UMSTÄNDEN RECHTFERTIGT DIE VERWENDUNG VON UNSEREN MINERALFUTTER EINE VERWENDUNG VON MINDERWERTIGEN ROHSTOFFEN!

- Danke an Harmonie Nutrition Équin -